
Es gibt verschiedene Arten von medizinischen Behandlungsmethoden bei Akne. Um sie zu verstehen, solltest Du Dir zuerst verdeutlichen, wie Akne entsteht.
Wie entsteht Akne?
Akne entsteht, wenn die Talgdrüsen in der Haut große Mengen Talg produzieren. Dadurch verstopfen die Drüsen und es entstehen Pickel, Mitesser und Hautirritationen. In besonders schweren Fällen können auch tiefere Verletzungen, sogenannte Läsionen oder Zysten, auftreten. Man unterscheidet folgende Symptome:
Die Körperbereiche, die am häufigsten von Akne betroffen sind, sind die mit der größten Dichte an Talgdrüsen. Auf der Stirn zum Beispiel befinden sich über 300 Drüsen pro Quadratzentimeter. Die größte Talgdrüsendichte befindet sich in den Hautpartien Schulter, Brust und im Gesicht.
Teenager und junge Erwachsene in den 20ern sind am anfälligsten für Akne. Allerdings ist sie nicht auf diese Altersgruppe beschränkt. Auch alte Menschen, Menschen im mittleren Lebensabschnitt und Kinder können ebenso von Akne betroffen sein.
Akne wird ausgelöst durch Medikamente. Gerade jodhaltige Präparate, orale und injizierte Steroide, antikonvulsive Medikamente und Lithium können Akneschübe auslösen. Darüber hinaus lösen bestimmte Inhaltsstoffe in Kosmetika häufig Akne aus. Durch industrielle Verarbeitung veränderte Öle verstopfen häufig die Poren der Haut.
Die häufigsten Behandlungsmethoden
Im Folgenden die fünf wichtigsten Behandlungsmethoden bei einem akuten Aknebefall:
1. Äußerlich angewendete Retinoide
Bei dieser Behandlungsmethode werden die Retinoide Isotretinoin (Accutane), Adapalene (Differin), Tazarotene (Tazorac), Tretinoin (Retin-A, Renova), Azelaic Acid (Azelex) direkt auf die betroffenen Hautpartien aufgetragen. Sie wirken, indem sie den oberflächlichen Pfropfen der Mitesser auflösen und eine Reinigung der Poren ermöglichen.
2. Antibakterielle Salben
Antibakterielle Salben enthalten die Wirkstoffe Clindamycin (CleocinT, Clindets), Erythromycin (Akne-Mycin, Eryderm, and Staticin) and Sodium Sulfacetamide (Klaron, Novacet). Diese Salben helfen dabei, akneerzeugende Bakterien zu reduzieren.
3. Kombinationspräparate zur äußeren Anwendung
Am häufigsten sind Kombinationen aus den Wirkstoffen Tretinoin und Erythromycin (Stievamycin), Benzoyl Peroxide und Erythromycin (Benzamycin) und Benzoyl Peroxid und Clindamycin (Clindoxyl). Diese Produkte vermindern Akne und machen die Haut widerstandsfähiger gegen einen neuen Befall. Kombinationspräparate wirken in der Regel besser als äußerlich angewendete Retinoide oder Salben alleine.
4. Antibiotika
Antibiotika helfen, indem sie Bakterien bekämpfen und Entzündungsprozesse stoppen. Sie können äußerlich aufgetragen oder oral eingenommen werden. Zu den Antibiotika gehören Doxycycline, Tetracycline, Minocycline, Erythromycin und Trimethoprim.
5. Laserbehandlung
Mit Laserbehandlungen zur Aknebekämpfung werden außerordentlich gute Ergebnisse erzielt. Die verstopften Poren werden mit UV-Licht behandelt, um das Bakterienwachstum direkt innerhalb der Zelle zu stoppen. Diese relativ neue Methode verringert gleichzeitig die Narbenbildung und verbessert das Hautbild.
Du siehst also, kein Grund zur Panik! Es gibt einige erfolgreiche Behandlungsmethoden auf dem Markt, mit denen auch Du schnell alle Akneprobleme in den Griff bekommen kannst!